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WN Di., 20.12.2016

 

Das Rätsel um die prinzliche Identität„Ich hatte nicht mehr zu hoffen gewagt“

Das große Rätselraten hat begonnen: Wer regiert Greven in der nächsten Session? Welcher Tollität darf das närrische Volk huldigen? Ein Foto, mit versteckter Kamera aufgenommen, brachte nur wenig Aufschluss – auch prinzliche Uniformen verhüllen die Persönlichkeit. Aber vielleicht helfen ein paar Fragen weiter, die Prinz und Pünte – teilweise und, so versichern sie, nur wenig gelogen – beantwortet haben. Monika Gerharz sprach mit den Regenten in spe.

 

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Euer Tollität, Herr Prinz, Eure Erscheinung verrät, dass Ihr eine eher spätberufene Majestät seid – wenn auch bei weitem nicht so spät wie Prinz Charles. Wie kam es zu Eurer Wahl?

Seine Tollität, der Prinz: Keine Fragen zum Alter! Aber, um ehrlich zu sein: Ich hatte nicht mehr zu hoffen gewagt, man ließ mich in dem Irrglauben, mit 45 sei Schluss – spätestens. Dabei weiß ja eigentlich jeder: Da fängt das Leben erst an!

Dafür ist, wie es die Tradition will, Eure Pünte umso jünger und flotter. Wie gedenken Eure Lieblichkeit seine würdige Tollität in Schwung zu bringen?

Ihre Lieblichkeit: Kein Problem. Erstens haben Karnevalisten sowieso jede Menge Schwung, und der Prinz von diesem Jahr ganz besonders. Und wenn mal ganz große Not am Mann ist, erlaubt die närrische Hofetikette durchaus mal ein Schnäpschen.

Apropos Schnäpschen: ist Ihre Tollität eher ein Mann des Tanzbodens oder ein Mann der Theke?

Ihre Tollität: Ich muss gestehen – ich bin nicht der große Tänzer. Ein Bierchen an der Theke, gern.

Und Schunkeln?

Ihre Tollität: Feiern? Jederzeit und gerne!

Was ist Ihre Gnaden liebstes Schunkellied?

Ihre Lieblichkeit: Natürlich das Lied der KG Emspünte: Oh wie herrlich ist‘s zu schunkeln . . .

Ihre Tollität: Aber vom Schunkeln abgesehen – ich gestehe, ich habe nicht nur in meiner Jugend Jethro Tull gerne mein Ohr geliehen.

Nicht jeder im Königreich Ihrer Tollität ist begeisterter Karnevalist. Wie hat es Euch erwischt?

Ihre Tollität: Einmal nach Köln gefahren – ich war infiziert. Das rate ich jedem, der behauptet, er könne mit Karneval nichts anfangen. Ich glaube, wenigen wird es gelingen, diesem wunderbaren Virus zu entkommen.

Ihr wurdet nicht schon im Kindergarten angesteckt?

Ihre Tollität: Für die Rätselrater: Ich war in keinem Kindergarten. Aber ich habe mich schon als Kind gern verkleidet – seinerzeit als Cowboy.

Ihr Lieblichkeit: Mein erstes Kostüm war ein Prinzessinnenkleid, von Mama genäht, weiter blauer Mantel und Krönchen.

Also eine würdige Ausbildung für eine Lieblichkeit. Trainieren Eure Hochwohlgeboren denn schon jetzt für die anstehende Session?

Ihre Lieblichkeit: Vorschlafen sollten wir. Und das Tanzen sollten wir vielleicht schon noch üben.

Seine Tollität: Tanzen? Wir müssen nicht tanzen!

Und wie ist es mit dem Bützen, Eure Lieblichkeit? Habt Ihr schon einen Prinzen geküsst – oder waren bisher nur Frösche dabei?

Ihre Lieblichkeit: Einen Karnevalsprinzen habe ich noch nicht geküsst – aber der, den ich seit einigen Jahren küsse, der ist mein Prinz.

Jeder Prinz braucht einen Orden. Habt Ihr schon einen bestellt, Eure Tollität?

Seine Tollität: Jawohl, er ist bestellt, und er zeigt mein Land, das schöne Greven, das sei Euch und meinem närrischen Volk verraten.

Ihr habt Eure Roben schon anprobiert. Hat sich gleich ein tollitäres Gefühl eingestellt?

Ihre Lieblichkeit: Dafür war die Umgebung doch allzu nüchtern. Aber als ich mich das erste Mal im Kostüm im Spiegel gesehen habe – wow! Ich hatte mir immer gewünscht, einmal Pünte zu sein. Und da stand ich dann.

Es gibt ein schönes Lied von Rio Reiser mit dem Titel ,Wenn ich König von Deutschland wär‘. Darin überlegt er, was er alles veranlassen würde, wenn er die Macht dazu hätte. Eure Tollität – was würdet Ihr verfügen?

Seine Tollität: Mal nachdenken: Eine ausverkaufte Rönnehalle zur Proklamation am 7. Januar, gut gelaunte Karnevalisten während der Session und gutes Wetter beim großen Umzug, das wär doch was.

Zum Schluss ganz ehrlich, mit Hand aufs Herz, Ihro Tollität, Ihro Lieblichkeit: Habt Ihr dem Karneval immer die Treue gehalten? Oder hat Euch auch schon mal der Schnee weggelockt vom närrischen Treiben?

Ihre Tollität: Hand aufs Herz? Ich gesteh‘s. Die weiße Pracht ist eine große Versuchung für mich, es gab Jahre, wenn auch nicht viele, da konnte ich nicht widerstehen.

Auch eine Leidenschaft für die Fietse sagt man Euch nach.

Ihre Tollität: Schweigen Sie! Hinweise im Rätsel mögen erlaubt sein – aber doch nicht die Lösung!

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WN 02.12.2016

Wer sind Prinz und Pünte?

Greven - 

Grevens Karnevalsprinz in spe lebt eher auf kleinem Fuß, geht aber im Rathaus ein und aus.   Frage. Wer ist‘s?

Der zukünftige Stadtprinz und sein Püntenmariechen stehen in den Startlöchern. Die KG Emspünte freut sich schon heute auf eine tolle Session mit den beiden. Wer die beiden sind? Das ist noch das Geheimnis. Die Spekulationen schießen wie in jedem Jahr schon ins Kraut. Aber: So richtig nah ist noch niemand dem wahren Prinzen gekommen. Kleiner Tipp: Er hat Schuhgröße 43 und geht im Grevener Rathaus ein und aus. Hat jemand eine Lösung? Des Rätsels Lösung können die „Fachleute“ gerne per Mail an info@emspuente-greven.de schicken. Unter allen Einsender werden zwei Freikarten für die große Karnevalsauftaktparty am 11.11. 2017 verlost, die erstmalig im Ballenlager stattfindet.

Aber: Wer es ganz genau wissen will, muss sich gedulden. Denn das Geheimnis um den Stadtprinz und sein Püntenmariechen wird natürlich erst im Rahmen der Prinzenproklamation gelüftet, die am 7. Januar in der „Lachenden Rönnehalle“ stattfindet.

WN So. 13.11.2016

Stein für Stein arbeitete sich Bürgermeister Peter Vennemeyer voran. Am Ende half es natürlich nichts: Die Karnevalisten übernahmen wieder mal die symbolische Macht.  

Stein für Stein arbeitete sich Bürgermeister Peter Vennemeyer voran. Am Ende half es natürlich nichts: Die Karnevalisten übernahmen wieder mal die symbolische Macht.   Foto: Stegemann

Greven - Der Anker ist gesetzt – jetzt ist es als also offiziell, auch in Greven ist die Karnevalssession eröffnet. Am 11.11. war die Grevener Karnevalsgesellschaft KG Emspünte noch in Freckenhorst zu Gast, daher wurde der Sessionsauftakt erst am Samstag, aber pünktlich zur närrischen Zeit um 15.11 Uhr, im Rathaus gefeiert.

Von Christina Stegemann

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Zu stimmungsvoller Musik der Brassband zogen die kostümierten Narren ins Rathaus ein und wurden dort von Bürgermeister Peter Vennemeyer begrüßt. „Wir könnten auch heute bei dem schönen Wetter alles in einem durchführen: Anker setzen, Rathaussturm und den Karnevalsumzug“, schlug er vor.

Die amtierenden Prinzen der Gesellschaften gaben sich aber mit einem karnevalistischen Highlight zufrieden. Unter dem Motto „Bob der Baumeister“ stand der kurzweilige Beginn der fünften Jahreszeit. So durfte Peter Vennemeyer sich, ausgerüstet mit einem Bauhelm auf dem Kopf, den Fragen der KG Emspünte stellen. Anhand des Applauses der Grevener Karnevalisten wurde anschließend abgestimmt, ob er einen symbolischen Baustein auf den anderen setzten durfte. Die erste unter den Nägel brennende Frage des närrischen Volkes: „Wo sollen wir bei der Proklamation parken, wenn 100 neue Kitaplätze im Grevener Süden entstehen?“ Der Bürgermeister hatte prompt eine Antwort parat und schlug vor, mit einem großen 25-Mann-Tandem zur Rönnehalle zu fahren. So durften die Nachwuchsprinzen des CCFfL stellvertretend für ihn den ersten Stein als Beginn für den Turm bauen.

Weiter ging es inhaltlich mit der Verbreiterung der Königsstraße und einem neuen Radweg. Peter Vennemeyer hatte jedoch eine innovativere Idee und schlug eine Seilbahn auf der Königsstraße vor. „Der Kämmerer ist ja bald weg, dann kann auch keiner mehr über die Kosten meckern“, begründete er seinen Vorschlag und durfte daraufhin den zweiten Baustein setzen.

Im Folgenden wurden noch Fragen zu dem naturwissenschaftlichen Trakt am Gymnasium gestellt und eine Verabredung zum Fischessen am Aschermittwoch in der neuen Grevener Mensa getroffen. „Ich bringe aber nur das Besteck mit“, schränkte der erste Bürger allerdings ein. Der närrische Vorschlag der Grevener Karnevalisten, die Sportvereine SC Greven 09 und DJK Greven zusammenzulegen, stieß bei dem Bürgermeister auf Zustimmung. Er schlug vor, für beide Vereine künftig „ein großes Stadion am Airportpark“ zu errichten.

Nachdem der Turm errichtet war, brachten Stadtprinz Michael III. und seine Pünte Nina den Anker am Geländer an. Hoffentlich so sicher, dass die Grevener Bürger beim Betreten des Rathauses in der Karnevalszeit, keinen Helm – wie Bob der Baumeister – aufsetzen müssen.

Vennemeyer wünschte allen eine gelungene Session und freut sich schon auf die Prinzenproklamation: „Dann geht es richtig los.“

    P1210722.jpgFotostrecke

    Foto: Christina Stegemann
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